Halbes Herz

Etwas stimmt nicht. Ich sehe es schon am zweiten Abend in Frankreich auf Nicos Gesicht. Sehe es wieder und wieder an allen Tagen danach, spüre wie es auch an meinen Knochen und meinem Gemüt nagt. Mr. Norris ist zu klein. Wie oft sind wir eigentlich schon zu dieser Erkenntnis gekommen? …

Vive la France!

Ich weiß nicht, warum Frankreich jahrzehntelang ein blinder Fleck auf meiner Reiselandkarte war. Immer wieder gut für einen Abstecher – wenn man fast 20 Jahre lang im Rheinland lebt, bleibt das kaum aus -, regelmäßige berufliche Termine in Lyon oder Paris, aber als RICHTIGES Reiseziel, das man ausdauernd um seiner …

Im wilden Retezat

Als wir aus dem Wald auf die grasbewachsene Hochebene treten, sind wir bereits klatschnass. Die Bäume haben zwar ein wenig Schutz geboten, aber zwei Stunden Dauerregen konnten auch sie nicht von uns fernhalten. Wir sehen die Schafsherde schon von weitem – und wissen aus der Erfahrung der vorherigen Tage: Jetzt …

Komfortzone

Das große Abenteuer. Für uns bedeutet das nicht nur, mit dem Bus um die Welt zu fahren. Wir lieben es, immer mal wieder unsere Komfortzone zu verlassen und zu schauen, wie sich etwas anfühlt, das wir vorher noch nie gemacht haben. Das muss nichts Krasses sein, es geht uns nicht …

Zuhause

Meine Sorge, es könnte sich anfühlen, als wären wir nie weg gewesen, sobald wir nach Hause kommen, war völlig unbegründet. Woran das liegt? Ich denke, daran, dass wir gar kein eigenes Zuhause mehr haben, in das wir zurückkehren könnten und das uns dann mit seiner lieben Vertrautheit so fest umarmen …

Transit

Nach Monaten des langsamen Reisens fliegt die Welt seit letztem Samstag nur so an uns vorbei. Durch den äußersten Westen Rumäniens fahren wir noch recht gemächlich, immer an den Ausläufern der Karpaten entlang. Landen am zweiten Tag in einem Ort namens Herkulesbad, durch den die Menschen in Badekleidung spazieren, an …

Post Scriptum Bulgarica

Und zack – Rumänien. Das ging jetzt irgendwie schnell. Und während wir hier seit gestern Abend unsere ersten 100 von insgesamt gut 400 Kilometern machen (jaja, ab jetzt wird wieder schön generalstabsmäßig durchgeplant, wie ich das von meinem Arbeitswelt-Ich gewohnt bin: Wir wollen am 23. Juli bei meinem Bruder in …

Highlights und Hinterhöfe

Für unsere letzte Woche in Bulgarien haben wir uns zwei Highlights aufgehoben: Wandern im Rila-Gebirge und einen Besuch der Hauptstadt Sofia. Ersteres stellt sich tatsächlich als echtes Highlight heraus, zweiteres… nun ja… verläuft mal wieder etwas anders als geplant. Zunächst aber stellen wir fest, dass eine dreiwöchige Rundreise durch ein …

Kein Land des Lächelns

„Wieso haben die hier bloß überall Bremsschwellen auf den Straßen, selbst mitten in der Pampa? Hier gibt’s doch schon so viele Schlaglöcher, dass man eh nicht schneller fahren kann als 30“, mault Nico. Neues Land, neue Voraussetzungen. Wie lange wir in Griechenland waren, und wie sehr wir uns an die …

Grüner Korridor

Als wir am Militärkrankenhaus von Sofia ankommen, gießt ist es noch immer in Strömen. Der Regen begleitet uns schon, seit wir vor einer halben Stunde aus dem Vitosha Park am Rande der Stadt, in dem wir unsere erste Nacht in Bulgarien verbracht haben, losgefahren sind. Das Wasser fließt an hohen …

Bei den Göttern!

Jedenfalls fast. Auf den letzten Höhenmetern hat Zeus dann offenbar doch kein Interesse mehr an unserem Besuch, lässt Nebel aufwallen und Donner grollen – und zwingt uns etwa eineinhalb Stunden bevor wir den Gipfel des Olymp erreichen zur Umkehr. Bis dahin lief es eigentlich ganz gut mit unserem Spontan-Plan, den …

Die Taverne am Peristeres Beach

Es gibt nur dieses eine – wirklich miese – Foto von diesem Abend. Auch nach mehr als zwanzig Berufsjahren als Redakteurin bringe ich es in manchen Situationen einfach nicht über mich, besondere Momente mit der Kamera einzufangen, aus Angst, sie mit dieser aufdringlichen Geste zu zerstören. Als wir gestern Abend …