Die Welt ist ein magischer Ort

Vorbemerkung: Es gibt den Spruch „Everything is bigger in Texas“. Leider gilt das auch für diesen Blogbeitrag über Texas: Ich habe sowohl bei der Textlänge als auch bei der Bild-Anzahl jede Dimension gesprengt und das ist hier ziemlich ausgeufert. Ich verstehe jeden, der das nicht alles lesen und anschauen will. Aber ich hatte halt einfach verdammt viel zu sagen…


Cowboy-Hüte und Südstaaten-Gastfreundschaft, Erdöl-Förderpumpen und endlose Prärie, riesige Autos und Rinderherden, Rodeo und Country-Musik, Patriotismus und Trump-Wähler – das in etwa erwarten wir, als wir nach Texas einreisen. Und all das wird uns in den zwei Wochen, in denen wir durch den zweitgrößten Bundesstaat der USA reisen, begegnen. Aber auch: lebendige Geschichte, die untrennbar mit Mexiko verbunden ist, üppig grüne Landstriche mit Blütenteppichen aus Abermillionen Wildblumen, die bis an die Highways heranreichen, knorrige alte Eichen, gewaltige Canyons, Bisons und Präriehunde, glitzernde Skylines, leuchtende Neon-Reklamen und coole Kneipen, blutjunge und steinalte Paare, die voller Hingabe auf der Tanzfläche den Two-Step tanzen, deutsches Streetfood und zwei demokratische Präsidenten, die tiefe Spuren in Texas hinterlassen haben.

Von den 50 Bundesstaaten der USA bin ich in rund 40 schon einmal gewesen (wenn auch nicht in jedem mit gleich viel Zeit und Reiseprogramm) – aber noch nie in Texas. Irgendwie lag der riesige Bundesstaat (nur Alaska hat mehr Fläche, nur Kalifornien mehr Einwohner) nie auf meinem Weg, obwohl ich ihn seit Jahren auf der Wunschliste habe. Jetzt aber! Vollkommen unbehelligt überqueren wir an einem Montagmorgen die Grenze von Mexiko nach Texas, mit routinierter Grenzbeamtenhaftigkeit werden wir danach gefragt, woher wir gerade kommen (Mexiko – ist das nicht offensichtlich? Wie sollen wir an einem Montagmorgen sonst an diese Grenze gekommen sein, 2.500 km von der nächsten Landesgrenze entfernt? Wir verwerfen uns verstohlen-irritierte Blicke zu, aber der Grenzbeamte nickt nur interessiert und sagt „Ah, Mexiko“) und wohin wir wollen. Für unser Fahrzeug interessiert sich keine Sau, wie gut, dass wir extra noch mal hunderte von Kilometern gefahren und nach Belize ausgereist sind, um keinen Overstay unseres Sprinters im NAFTA-Raum zu riskieren… egal, nach einer Stunde sind wir über die kleine Grenzstation aus Mexiko aus- und in die USA eingereist – yeehaw, welcome to Texas!

Schnell stellen wir fest: Den Spruch „Everything is bigger in Texas“ gibt es nicht ohne Grund. Bei unserem ersten Stopp am Highway – wir müssen Tanken und haben Hunger – stürzt der Hyperkapitalismus in Form einer gigantischen Tankstelle mit der Produktauswahl eines kompletten Kaufhauses und einem Foodcourt so groß wie ein kleines Land mit aller Macht auf uns ein. Der Kontrast zu mexikanischen Raststätten mit ein paar Zapfsäulen und einem Oxxo, in dem es Chips, Süßigkeiten, Limonade und Bier gibt, könnte kaum größer sein. Wir hatten ganz vergessen, wie das war. Tanken für unter 80 Cent den Liter (willkommen im Ölstaat Texas), essen Burger mit Fritten, kaufen beim Rausgehen – einfach, weil wir es können – noch schnell einen Kaffee-Vanille-Energydrink und einen Schokoriegel mit Erdnussbutter und Smarties drin – und haben dieses eine Mal nichts einzuwenden gegen ein bisschen aus dem Ruder gelaufenen Konsum.


In unserer ersten Woche in Texas stehen Kultur und Geschichte auf dem Programm. Den bösen Zungen, die behaupten, in den USA gäbe es keine Kultur, sei versichert: Nur weil hier keine 700 Jahre alten, klapprigen Fachwerkhäuser stehen, in denen irgendein berühmter Minnesänger geboren wurde oder unter dessen windschiefem Dach sich ein späterer Nobelpreisträger das Periodensystem ausgedacht hat, heißt das noch lange nicht, dass es hier keine Kultur gäbe. Und zwar nicht nur die uralte der First Nations (die im Alltag – anders als die indigene Kultur in Mexiko – leider nahezu unsichtbar bleibt), sondern auch eine, sehr viel jüngere, amerikanische. Texas beispielsweise ist ein bisschen wie Bayern (nur mit kleineren Biergläsern): heftiger Dialekt, ausgeprägtes „Mia san Mia“-Gefühl, komische Hüte, überall Kühe, Geweihe an den Wänden, karierte Hemden und mit großer Ernsthaftigkeit betriebene Brauchtumspflege. Und den Bayern würde sich ja auch keiner nachzusagen trauen, sie hätten keine Kultur.

In San Antonio besuchen wir The Alamo, die ehemalige Mission mitten in der heutigen Großstadt, in der sich 1836 – damals war „Tejas“ ein Bundesstaat von Mexiko – eine schlecht vorbereitete und noch schlechter ausgerüstete Truppe texanischer Unabhängigkeits-Kämpfer gegen die Belagerung durch ein zahlenmäßig weit überlegenes Heer mexikanischer Soldaten zur Wehr setze. Und mit Mann und Maus unterging. Trotzdem erkämpften sich die Texaner einige Wochen später ihre Unabhängigkeit und proklamierten die Republik Texas – bevor sie sich 1845 als damals 28. Staat den Vereinigten Staaten von Amerika anschlossen (einige Texaner behaupten standhaft, die Vereinigten Statten hätten sich Texas angeschlossen – aber diese Lesart gehört definitiv in den Bereich „lokalpatriotisches Wunschdenken“). Die Mauern des alte Forts liegen zwischen Hotels, Bürotürmen und Geschäften und ziehen uns in eine Zeit, in der der Westen noch wild war, das Land  dünn besiedelt und die Kommunikation per Bote und Pferd so langsam, dass darüber schon mal eine Schlacht verloren ging.


In Austin begegnen wir den Helden der texanischen Unabhängigkeitsbemühungen erneut im Bullock Texas State History Museum – ebenso wie den frühen europäischen Einwanderern, die bei dem Versuch, das heutige Texas zu besiedeln wie die Fliegen an unbekannten Krankheiten und Überfällen der dort ansässigen First Nations starben, deren Land sie sich einfach unter den Nagel zu reißen versuchten. Die modernere Geschichte von Texas ist nicht minder spannend (und manchmal blutig): Wir begegnen dem 36. Präsidenten der USA, der in Europa eher selten Beachtung findet und im leuchtenden Schein seines Vorgängers John Fitzgerald Kennedy stets ein wenig untergeht: Lyndon B. Johnson. Farmersohn aus dem zauberhaften Hill Country zwischen San Antonio und Austin, in dem Texas sich von seiner ländlichen, sanft gewellten und sattgrünen Seite zeigt und zu dieser Jahreszeit im oben bereits erwähnten Blütenrausch explodiert. Wir fahren durch die betörend schöne Landschaft, in der Ortsnamen wie Fredericksburg, Luckenbach oder New Braunsfels von der deutschen Besiedlungsgeschichte erzählen und wo auf den Grabsteinen des alten Friedhofs in Stonewall Familiennamen wie Behrens, Beckmann, Sultemeier oder Schumann stehen. Hier wuchs Lyndon B. Johnson in einfachsten Verhältnissen auf – und hier ist er unter knorrigen Eichen mit ausladenden Zweigen neben seiner Frau Lady Bird Johnson begraben.


In Austin in der LBJ Library ist das politisches Erbe Johnsons dokumentiert: Als Präsident der Vereinigten Staaten, zu dem er nur wenige Stunden nach dem Attentat auf John F. Kennedy am 22. November 1963 an Bord der Air Force One und im Beisein von Kennedys Witwe Jaqueline vereidigt wurde, kümmerte er sich vor allem um die weniger gut situierten Amerikaner. Er brachte die „Great Society“, ein groß angelegtes sozialpolitisches Reformprogramm, auf den Weg und holte damit Millionen Menschen aus der Armut. Er war politisch maßgeblich an der Aufhebung der Rassentrennung beteiligt und verankerte diese mit dem Civil Rights Act von 1964 auch verfassungsrechtlich. Und er weigerte sich im Vietnam-Krieg, dem Drängen seiner Berater nachzugeben und Atomwaffen einzusetzen. Noch in seiner Amtszeit begannen Friedensgespräche mit Nord- und Süd-Vietnam – und LBJ stellte sich gegen den ausdrücklichen Wunsch seiner demokratische Parteikollegen nicht für eine Wiederwahl ins Präsidentenamt zur Verfügung, um diese Verhandlungen aus dem Wahlkampf herauszuhalten. Er wollte den Verhandlungspartnern klar signalisieren, dass es ihm als mächtigstem Mann der USA um die Sache ging, das Ende des Kriegs – nicht um den politischen Effekt.



Mich beeindruckt die Biografie dieses Mannes, der in den USA noch heute von vielen Menschen verehrt wird – bisher hatte ich mit „Präsident aus Texas“ nur George Busch Senior und Junior in Verbindung gebracht. Und JFK – der zwar nicht aus Texas stammt, sondern aus dem politischen Ostküsten-Adel, der aber hier am helllichten Tage und vor den Augen der Welt in Dallas bei einem Attentat ums Leben kam. Eine Tat, um die sich seitdem diverse Verschwörungstheorien ranken – und deren Nachhall bis heute spürbar ist. Als wir auf der Elm Street im Schatten des Schulbuchlagers stehen, aus dessen 6. Stock damals die Schüsse fielen, fühle ich mich, als sei ich schon einmal hier gewesen: So sehr haben sich die Bilder der Straße, der offenen Limousine unter strahlend blauem Himmel, die Präsidentengattin im rosa Kostüm, der zusammensackende Kennedy in mein Gedächtnis eingebrannt, obwohl ich gar keine eigene Erinnerung an diesen Tag habe. Man sagt, dass sich jeder Amerikaner, ähnlich wie an den Tag der Mondlandung sowie an den 11. September 2001, bis heute daran erinnern kann, wo genau er war und was er gemacht hat, als er vom Tod Kennedys erfuhr.


Kultur. Ich hatte Kultur versprochen. Hier kommen die Cowboyhüte und -stiefel ins Spiel – und das Tanzen. An unserem ersten Abend in Austin gehen wir ins „White Horse“, einer Empfehlung unseres Reiseführers, weswegen ich mir wenig Hoffnung auf Authentizität mache (schließlich bin ich nicht die einzige, die mit dem „Lonely Planet“ reist). Ich erwarte Touristen, die sich als Texaner verkleidet haben – wir treffen stattdessen Texaner, die sich als Texaner verkleidet haben. Klar, auch ein paar Touristen wie uns, aber der Mix ist kunterbunt und geht quer durch alle Altersgruppen, Ethnien und Lebensmodelle. Die Liveband gibt Vollgas (Country, na klar! Aber wie!), die Tanzenden auch: Alte und Junge, Schwarze und Weiße, Mädels mit Mädels und Jungs mit Jungs drehen in Cowboystiefeln und mit großen Hüten auf dem Kopf Runde um Runde um Runde über die Holzdielen und machen nur Pause, um einen Schluck zu trinken. Hier kommt der Rausch vom Tanzen und von der Freude an der Musik, nicht vom Bier.

Ähnlich erleben wir es ein paar Tage später in den eigentlich super touristischen Fort Worth Stockyards, einem historischen Areal aus der Zeit der großen Viehtriebe, dessen alte Western-Straßenzeile in ein Amüsierviertel verwandelt wurde. Hier steht mit „Billy Bob‘s Texas“ das größte Honkytonk der Welt (Amerikaner lieben Superlative), ein Tanzschuppen mit 40 Bars, mehreren Bühnen, einem Rodeo-Ring und Platz für 6.000 Gäste. Auch hier überrascht mich das Publikum: Ich hatte Ballermann und entgleiste Junggesellinnenabschiede erwartet – und starre stattdessen den ganzen Abend lang wie verzaubert auf die Tanzfläche.

Genau wie im „White Horse“ stehen hier die Paare spätestens ab 20 Uhr bereit: Mit den ersten Tönen der Liveband wird Two-Step getanzt. Eine alte Lady mit schneeweißem Haar wirbelt am Arm ihres Tanzpartners übers Parkett, ihr fliegender Rock lässt wohlgeformte Beine aufblitzen, denen man das jahrzehntelange Tanzen ansieht. Eine deutlich übergewichtige junge Frau in Jeans-Shorts, schwarzem Spaghetti-Top und verkehrt herum aufgesetzter Basecap dirigiert mit großer Grazie und traumwandlerischer Sicherheit einen zierlichen, durchtrainierten Mann über die Tanzfläche, dem man den Profitänzer ansieht: Mit Anmut, Kraft und einem strahlenden Lächeln dreht er Pirouette um Pirouette an ihrer Hand. Als sie ihn zu einer Hebefigur in die Luft stemmt, stockt mir der Atem und ich möchte am liebsten applaudieren. Vertauschte Rollen? Völlig egal, die beiden sind eine Offenbarung! Two-Step-Veteranen mit Hut und Schnauzer bringen jungen Touristinnen ein paar Schritte bei, ein schlaksiger schwarzer Hühne lässt eine zarte Rothaarige mit gekonnter Führungsarbeit gut aussehen. Ein Paar, dem man ansieht, dass es seit Jahrzehnten ein eingeschworenes Tanz-Team ist, begeistert die Umstehenden mit blind aufeinander abgestimmten Figuren und Schrittfolgen, die mir den Kopf schwirren lassen.

Hatte ich mich am Anfang des Abends, als außer Nico und mir noch kaum eine Menschenseele im Billy Bob‘s saß, fürchterlich darüber aufgeregt, dass sie uns allein für die bloße Anwesenheit an einem Samstagabend 20 Dollar pro Person abknöpfen, denke ich zwei Stunden später, dass ich selten 20 Dollar besser investiert habe. Die ewig dilettierende Tänzerin in mir ist hingerissen (mit 16 dachte ich ganz kurz, dass ich Musical-Star werden muss, weil andernfalls mein Leben verwirkt wäre. Dann hat mich die Vernunft mit dem Argument, dass ein paar Jahre Jazzdance keine solide Grundlage für eine Bühnenkarriere sind, von einem Journalistik-Studium überzeugt). Mich beeindruckt, dass selbst an touristischen Orten wie diesem die Musik und das Tanzen auf eine so lebendige und die Menschen miteinander verbindende Art gepflegt wird.

Mein Herz verloren habe ich indes bereits früher am Abend im „Longhorn Saloon“ ein paar Blocks vom Billy Bob‘s entfernt: Hier ist die Zeit stehen geblieben und der Laden mit seinen Gästen gealtert. Dort drehen schon vor 17 Uhr greise Paare mit so anrührender Hingabe ihre Runden auf den Tanzdielen, begleitet von einer Band alter Herren, die hier vermutlich schon seit 1951 aufspielt, dass es mir Tränen der Rührung in die Augen treibt. Wenn sich das Altsein mit Nico eines Tages so anfühlen wird, wie das, was diese Alten ausstrahlen, dann haben wir alles richtig gemacht.


Von den coolen urbanen Zentren des zentralen Texas fahren wir weiter Richtung Panhandle, der trockenen und dünn besiedelten Region im Nordwesten des Lone Star State, die am ehesten zu meiner Vorstellung von Texas passt. Eine Landschaft, flach wie ein Brett, endlose grasbewachsene Prärie, kilometerlange Zäune, die Viehweiden so groß wie das Saarland begrenzen. Darüber ein Himmel, wie wir ihn zuletzt in Montana gesehen haben: so hoch und wild und weit, dass man eine Ahnung von den Ausmaßen unseres Planeten bekommt. Und dann, plötzlich, stürzt die Erde nach unten und es tut sich ein gewaltiger Canyon auf. Oder vielmehr zwei, die geologisch jedoch miteinander in Verbindung stehen: der Caprock Canyon mit seinen gelben, ockerfarbenen und braunen Gesteinsschichten und seinem Grasland, Heimat einer riesigen Bisonherde, putziger Präriehunde und eiliger Roadrunner (die leider nicht „MeepMeep“ machen, anders als ihr berühmter Cartoon-Kollege). Und der Palo Duro Canyon, nach dem Grand Canyon der zweitgrößte in den USA, ein gut gehütetes Geheimnis der Texaner aus rotem Sand und eindrucksvollen Gesteinsformationen. Und hier, auf einer Mini-Wanderung entlang der uralten Hänge aus Stein und Staub, trifft mich die Erkenntnis wie ein Faustschlag: Das, genau das, solche gewaltigen und berauschenden Landschaften, sind MEIN großes Abenteuer. Hier ist mein Happy Place, hier läuft mein Herz über, um diese Wunder zu sehen, bin ich aufgebrochen. Ich weiß nicht, warum ich dachte, ich müsste mich in fremde Länder begeben, die mich aufgrund ihrer Kultur oder der herrschenden politischen und sozialen Gegebenheiten aus meiner Komfortzone bringen, um dieses Reiseprojekt zu „rechtfertigen“ oder ihm einen „Mehrwert“ zu geben. Ich verlasse meine Komfortzone lieber in kleinen Schritten, mit einem Rucksack auf dem Rücken und einem Bergpanorama im Blick. Und wenn ich sie gar nicht verlassen muss, sondern die grandiose Vielfalt und Schönheit der Welt ganz bequem vom Campingplatz eines Nationalparks oder State Parks aus genießen darf – auch gut.


Als wolle das Universum meine Erkenntnis bestätigen, fackelt es an unserem letzten Abend in Texas eine Lightshow der Extraklasse am Nachthimmel über dem Palo Duro Canyon ab. Nordlichter! In Texas! Ungläubig starren wir auf das Phänomen, ausgelöst durch einen so heftigen Sonnensturm, dass man es sogar hier im Süden der USA beobachten kann. Unsere Freunde Markus und Simone sind im Februar nach Nordschweden gefahren und haben sich bei -30 Grad die Finger abgefroren, um Nordlichter zu sehen. Und wir kriegen sie hier einfach so nach dem Abendessen am Firmament serviert. Die Welt ist ein magischer Ort.


So verlassen wir Texas mit dem Gefühl, eine neue Liebe gefunden zu haben, eine Welt, von der wir mehr sehen wollen. Und wenn wir eines Tages zurückkehren, werden wir TANZEN. Neuer Eintrag auf der Bucket List: Two-Step lernen.

Ach so, um diese beiden Texas-Stereotype nicht unerwähnt zu lassen: Wir haben zu unserer eigenen Überraschung nur ein einziges im Vorgarten aufgeschlagenes Trump-Jubel-Schild gesehen, obwohl wir einmal quer durch den ganzen Staat gereist sind. Als Hochburg der Republikaner gehört Texas zwar zu den konservativsten Staaten der USA– seit einigen Jahren zeichnet sich jedoch ein demographischer Wandel ab, Donald Trump lag hier bei der Präsidentschaftswahl 2016 nur neun Prozentpunkte vor Hillary Clinton. Was wir jedoch gesehen haben, waren jede Menge Shooting Ranges und aus europäischer Sicht eher verstörende Schilder in Souvenirshops, auf denen unter zwei gekreuzten Knarren der Spruch „We don‘t call 911“ steht – also von der Bedeutung in etwa „Wir rufen nicht die Polizei, wir schießen selbst“. Dennoch haben wir – anders als vor zwei Jahren in Kalifornien und Arizona – keine am Gürtel getragenen Waffen bei Privatpersonen gesehen und auch keine peinlichen „Talk to my Gun“-T-Shirts über den Bäuchen irgendwelcher Typen im Supermarkt.

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