Im wilden Retezat

Als wir aus dem Wald auf die grasbewachsene Hochebene treten, sind wir bereits klatschnass. Die Bäume haben zwar ein wenig Schutz geboten, aber zwei Stunden Dauerregen konnten auch sie nicht von uns fernhalten. Wir sehen die Schafsherde schon von weitem – und wissen aus der Erfahrung der vorherigen Tage: Jetzt …

Komfortzone

Das große Abenteuer. Für uns bedeutet das nicht nur, mit dem Bus um die Welt zu fahren. Wir lieben es, immer mal wieder unsere Komfortzone zu verlassen und zu schauen, wie sich etwas anfühlt, das wir vorher noch nie gemacht haben. Das muss nichts Krasses sein, es geht uns nicht …

Highlights und Hinterhöfe

Für unsere letzte Woche in Bulgarien haben wir uns zwei Highlights aufgehoben: Wandern im Rila-Gebirge und einen Besuch der Hauptstadt Sofia. Ersteres stellt sich tatsächlich als echtes Highlight heraus, zweiteres… nun ja… verläuft mal wieder etwas anders als geplant. Zunächst aber stellen wir fest, dass eine dreiwöchige Rundreise durch ein …

Bei den Göttern!

Jedenfalls fast. Auf den letzten Höhenmetern hat Zeus dann offenbar doch kein Interesse mehr an unserem Besuch, lässt Nebel aufwallen und Donner grollen – und zwingt uns etwa eineinhalb Stunden bevor wir den Gipfel des Olymp erreichen zur Umkehr. Bis dahin lief es eigentlich ganz gut mit unserem Spontan-Plan, den …

Sommerferien-Momente

Wehmütig werfe ich einen letzten Blick auf das kleine Haus mit den dicken Steinmauern, wie es da kurz vor der Biegung in der schmalen Gasse zwischen den anderen, ebenfalls rund 300 Jahre alten Häuschen geduckt in der Nachmittagssonne liegt. Jenseits des Dorfes ziehen graue und weiße Wolken hinter den Ausläufern …

Wand’rer, die auf Ziegen starren

Richtiger müsste es eigentlich heißen: Ziegen, die auf Wand’rer starren. Wann immer wir in den letzten knapp zwei Wochen auf Kreta losgestiefelt sind, haben sie uns irgendwo im felsigen Niemandsland, mit ihren zarten Hufen auf winzigen Felsvorsprünge in senkrecht abfallenden Gesteinswänden stehend, beobachtet. Ihr Blick eine Mischung aus Mitleid und …

Der vierte Finger

Die letzten sechs Tage haben sich angefühlt wie Urlaub. Dabei versprüht der Start nach fast sechs Wochen bei Theo in Nafplio erstmal wenig Ferienlaune: Bei ebenso ausdauerndem wie ergiebigem Landregen, der meiner norddeutschen Heimat alle Ehre machen würde, brechen wir am Samstag spätnachmittags bei Theo auf und schlagen unser erstes …

Menalon-Trail – Teil 2

Die ersten Schritte nach dem Aufstehen sind die schlimmsten. Die Wadenmuskeln ziehen sich beleidigt zusammen, die Fersen jaulen bei jeder Berührung mit dem Boden leise auf und die Schultergelenke knirschen wie alte Bettfedern. Vielleicht sind mit zehn Kilo Marschgepäck beladene Fahrradrucksäcke doch nicht so ideal zum Wandern. Nach dem ersten …

Menalon-Trail – Teil 1

„Uährg, die riechen wie ein totes Tier!“ Angewidert rümpft Nico die Nase und lässt seine feuchten Wandersocken auf die Fliesen neben sich fallen. Seit zwei Tagen sind wir auf dem Menalon-Trail unterwegs, knapp 45 Kilometer und mehr als 2.000 Höhenmeter stecken uns in den Knochen, als wir an dem Abend …

Morgenstund‘

Es ist kurz nach sechs Uhr morgens und noch stockfinster draußen. Seit einer halben Stunde werfe ich mich im Bett hin und her. Dann gebe ich auf und krieche zwischen den Laken hervor. Ich höre Nico oben in der Küche rumoren – er kann auch nicht mehr schlafen. Sechs Uhr …